Beer-Butt-Chicken

Geplant war das Teil ja schon länger, nun sollte es endlich soweit sein: Mein erstes Beer-Butt-Chicken (auch Beer-Can-Chicken oder Bierdosenhähnchen) auf dem Weber Performer :) . Bereits vor knapp 2 Wochen habe ich den Flattermann (Herkunft & Schlachtung: Wendelinushof, St. Wendel) mit 1.100 Gramm Kampfgewicht bei der Metzgerei Boßert erstanden und seitdem ruhte das gute Stück, das übrigens fast einen 10er wert ist, in der Tiefkühltruhe.

Das langsame Auftauen im Kühlschrank verlief reibungslos, wider Erwarten war in der extra dafür präparierten Schüssel überhaupt keine Auftauflüssigkeit zu erkennen, und rund 24 Stunden später lag Birdie nun auf dem Behandlungstisch:

Die Zusammenstellung der Gewürze, die nach einer kleinen Olivenöl-Massage auf und in den Vogel appliziert wurden,  erfolgte übrigens nach diesem Rezept.

Eigentlich soll man ja mit dem Essen nicht spielen, aber aus Gründen der Ästhetik sollte das Hähnchen nicht kopflos auf den Grill :roll: . Zudem sorgte die Zwiebel für einen halbwegs dichten Halsabschluss, damit das Bier aus der Dose bei der der späteren Vergrillung nicht einfach nur nach oben entweicht, sondern den etwas anstrengenderen Weg durch das Fleisch nehmen muss.

Also dann: Bierdose rektal eingeführt, Kopf drauf, und los gehts:

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Während der Zubereitung brannte draußen bereits der Anzündkamin mit Kokoskohle, zwischen den Kohlekörben links und rechts war mittig eine Edelstahlschale mit Bier (verfeinert mit zerdrückten Knoblauchzehen und Rosmarin) positioniert – es konnte also direkt in die „heiße Phase“ übergehen :) .

Kurze Zeit später saß Birdie dann auch auf seinem Thron, direkt in der Bierschale auf dem Kohlerost. Bezüglich der korrekten und sinnvollen Positionierung (auf dem Grill bzw. auf dem Kohlerost) liest man gegensätzliche Meinungen im Internet: Die Einen sagen, dass bei dem Sitzen auf dem Grill die Gefahr von „Sonnenbrand am Hals“ besteht, also dass das Hähnchen obenrum zu dunkel wird, da bekanntermaßen die Hitze oben am größten ist, andere wiederum sind der Ansicht, dass die direkte Hitze auf dem Kohlerost, bedingt durch den geringen Abstand zu den glühenden Kohlen, zu groß ist.

Wie auch immer, ich entschied mich für Variante 2, auf dem Kohlerost:

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Um den Geschmack noch zu verfeinern wurden direkt nach Grillbeginn noch zwei Hände voll gewässerter Apfelholz-Chips (selbst gehackt, eine mühselige Arbeit :( ) auf die heißen Kohlen aufgebracht. Das sorgte zwar für eine geringe Sichtbehinderung unter der Haube, aber was tut man nicht alles für ein feines Raucharoma :) :

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Nun begann der gemütliche Teil: Abwarten :pfeif:

Die Temperatur in der Kugel wurde auf ca. 200 Grad eingeregelt, als Grillzeit wurden ca. 90 Minuten bzw. eine Kerntemperatur von 85 Grad angepeilt. Die KT wurde bereits nach knapp 60 Minuten erreicht, allerdings ist die dauerhafte Positionierung der Temperatursonde in einem Hähnchen mit Bierdose im Ar*** nicht wirklich einfach: Gemessen werden soll an der dicksten Stelle im Schenkel, ohne den Knochen zu berühren. Dort lässt sich allerdings die Sonde vom Maverick nur schlecht anbringen, weshalb ich dann auf die Hähnchenbrust ausgewichen bin. Und um sicher zu gehen bzw. gemäß den bisher beim Ex-Nachbar gemachten Erfahrungen entschloss ich mich für eine KT von 95 Grad, die auch ziemlich genau nach 90 Minuten dort erreicht war.

Die Bräune des Vogels stellte sich relativ schnell ein, bereits nach 15 Minuten sah es nach einem ordentlichen Sonnenbad aus, und ich hatte schon Angst, dass es in der verbleibenden Zeit zu einem Sonnenbrand kommen würde, aber das war gänzlich unbegründet :) . Auch nach 90 Minuten war alles noch im grünen bzw. schönen braunen Bereich :yes: . Sicherlich trug das anfängliche Räuchern einen ordentlichen Teil zu der Farbgebung bei und es war nicht allein der Hitze geschuldet.

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Die Schenkelknochen ließen sich übrigens durch kurzes Ziehen kinderleicht vom Fleisch lösen, die restliche Zerlegung war auch recht einfach – so muss das sein :yes: . Auch wenn es auf dem Bild etwas „zerfleddert“ ausschaut: Es schmeckte hervorragend, das Fleisch war noch ordentlich saftig und überhaupt nicht trocken.

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Alles in allem: Meiner Meinung und der der Gäste nach zu urteilen war das erste Beer-Butt-Chicken ein voller Erfolg :hurra: !

Und eine Wiederholung ist mehr als wahrscheinlich :yes: .

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