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Fieldday @DL5VW – Radio Wellesweiler on air

Kurzfristig und unerwartet erreichte mich gestern eine Mail, dass auf den Ländereien von Peter (DL5VW) eine lockere Funkrunde geplant sei und dass sich zudem um das leibliche Wohl überaus gut gekümmert werden würde  :) . Meine Begeisterung hielt sich zunächst allerdings in Grenzen, hatte ich mir doch trotz durchaus sommerlicher Temperaturen eine Erkältung eingefangen, die mich zu Siechtum und Bettlägrigkeit zwang.

Von anderer Seite hörte ich allerdings auch, dass intensive HF-Strahlung, richtig eingesetzt, durchaus förderlich für die Gesundheit sein kann  :mrgreen: . Also erst mal abwarten und spontan, je nach Gesundheitszustand, über die Teilnahme entscheiden :) .

Wider Erwarten fühlte ich mich dann am nächsten Morgen (also heute) ausreichend fit, um dem kleinen (ist übrigens arg untertrieben!) Happening beizuwohnen, zumal die Aussicht auf den schon legendären Flammkuchen von Peter’s besserer Hälfte zusätzlich für eine gehörige Portion Vorfreude  sorgte :hurra: .

Exakt um 13:00 Uhr UTC war ich dann vor Ort und erstmal richtig erstaunt: Fieldday kann man das wohl nicht mehr nennen, wenn fein säuberlich eine Dentron MLA-2500 aufgebaut wurde, ein Beam schon fix und fertig auf dem Boden lag und nur noch auf’s Aufrichten wartete und zusätzlich ein Relikt des letzten Fielddays, eine G5RV, schon auf angenehmer Höhe zwischen den Bäumen auf dem wirklich grooooßen Grundstück gespannt war  8) .

Nicht zu vergessen der bereits angeheizte Steinbackofen für den Flammkuchen und der gut gefüllte Kühlschrank mit allerlei flüssigen Kostbarkeiten. Heieiei, wenn das ein Fieldday ist, dann will ich das öfters :mrgreen: !

Aus der intensiven HF-Strahlung wurde allerdings nichts, weil irgendwer irgendwie das Kabel für die Ansteuerung der Endstufe vergessen hatte  :ups: und somit letztendlich nur die halbe Welt, nicht die ganze,  erreicht werden konnte. Machte aber gaaar nix, denn es stellte sich sehr schnell heraus, dass der Fokus dieses Fielddays (mit Stromversorgung, Toilette, Dach über dem Kopf, Sitzgelegenheiten, Steinbackofen, Kühlschrank) ganz woanders lag: Er sollte einfach nur lustig werden  8) !

Und das wurde er auch, deutlich erkennbar daran, dass von dem geplanten „… ich werde mal kurz vorbeischauen …“ ein Aufenthalt bis tief in die Nacht wurde  :pfeif: .

Der nur provisorisch aufgerichtete Beam (er war in Verbindung mit den zarten Alu-Stängchen doch etwas kopflastig) spielte im anschließenden Funkbetrieb eine eher untergeordnete Rolle, vielmehr waren der betagte Transceiver von Klaus (DD4VB), ein AEG SE6861, und die Schnickschnack-Selbstbau-Baumarkt-Antenne von mir (DD4DJ) die Helden des Tages: Je älter und selbstgebauter das Equipment war, desto besser waren die Verbindungen :roll: . Was natürlich für zusätzliche Freude sorgte, denn wenn man mit fast gar nichts und 20 Watt aus dem Akku gehört wird, dann macht das gleich einen viel schlankeren Fuß als wenn man ein „Five-Nine“ mit einer Leistung in Richtung Kilowatt hört.

Mit dem Funkbetrieb war es ohnehin ruckzuck vorbei, als die XYL von Peter mit den Flammkuchen-Zutaten auftauchte und sich bis zum späten Abend reichlich Mühe gab, die Anzahl der geführten QSO’s mit der Anzahl der Flammkuchen ständig zu toppen, was ihr übrigens perfekt gelang :mrgreen: : Selten hat man solch feines Zeug gegessen! Da müssen selbst Anrufe aus Indonesien mal eben warten, bis man den Mund leer hat :D !

Leider musste sich Horst (DB9VL) mit seinem HF-Moped viel zu früh ins ferne West-Saarland verabschieden (sogar noch vor den Flammkuchen!), so dass sich gegen Abend nur noch Klaus und ich um die HF-Strahlung kümmern konnten – Peter als Gastgeber war zu sehr beschäftigt mit der Bewirtung und Unterhaltung der Gäste, die mittlerweile deutlich die Überhand gewonnen hatten.

Anderswo nennt man das übrigens Dorffest, wir nannten es Fieldday :wink: !

Fazit: Peters bessere Hälfte hat gewonnen und mehr Flammkuchen produziert, als wir QSO’s hatten! Und niemand war ihr böse, im Gegenteil :mrgreen: ! Der Spaß stand eindeutig im Vordergrund und kam demzufolge auch nicht zu kurz.

Und selbst die in der Bierlaune geplante DXpedition wird nur unter der Maßgabe stattfinden, dass neben dem ganzen technischen Schnickschnack auch mindestens ein Steinbackofen samt ultra-trockenem Buchenholz mit ins Gepäck kommt  :pfeif: .

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Der zweite Tag
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Nachdem am ersten Tag die QSO’s ernährungsbedingt etwas gelitten haben (der Flammkuchen war aber auch zu gut, erwähnte ich es schon :pfeif: ?), sollte am zweiten Tag alles anders werden: Statt Flammkuchen gab es nun nämlich Leckeres vom Schwenker (für die Auswärtigen: Vom Grill :wink: ) und auch der Antennenpark wurde aufs Übelste gepusht! Nix mehr mit Behelfsantennen knapp über dem Boden und Dummyloads am Ende des Koaxkabels – nein, es ging zur Sache :mrgreen: !

Zwar versuchte Gastgeber Peter (DL5VW) weiterhin, den Ehrgeiz der Teilnehmer Punktespender am ARI-Contest mit Kulinarien und noch kälteren Getränken als am Vortag zu untergraben, aber auch er konnte die QSO-Zahl nur marginal reduzieren. Allerdings war es in der Tat harte Arbeit, permanent die richtigen Entscheidungen („…antworte ich nun Argentinien oder nehme ich doch lieber einen Schwenker…“) zu treffen :mrgreen: .

Mein persönliches Highlight war übrigens, neben der absolut unübertrefflichen Versorgung des Hausherren :hurra: und dem Aufbau und der Inbetriebnahme von „Radio Wellesweiler“, ein QSO mit Argentinien auf 10m – mit 10 Watt aus dem IC-703 und einer portablen G5RV am Auto doch nicht schlecht!

Anbei noch ein paar Impressionen vom zweiten Tag:

Vielen Dank an Peter (DL5VW) für’s Ausrichten und Kümmern, das Essen, die Getränke – und überhaupt alles!

Micro-Fieldday (18.04.2010)

Da war ich aber mehr als erfreut, was gegen Ende des Micro-Fielddays noch so alles rein kam  :) . Und vor allem, dass man mich mit den 10 Watt aus dem IC-703 und der Homebrew-portable-G5RV auch noch gehört hat  :).

Zu Beginn lief es eher suboptimal, meine Rufe verhallten im Nichts, teilweise frischte der Wind auf dem Peterberg derart auf, dass ich zwar keine Angst um meinen Masthalter, dafür um so mehr um meinen GFK-Mast hatte  :o . Der machte nämlich von Zeit zu Zeit einen recht verbogenen Eindruck, so dass ich die beiden Enden der G5RV am Boden mehrmals umstecken musste, damit wenigstens ein bisschen Halt da war.

Leider war das immer nur ein kurzer Halt, denn kaum war alles wieder in Ordnung, drehte der Wind und der Mast neigte sich in die andere Richtung :cry:  . Nächstes Mal muss ich doch mal das Abspann-Kit mitnehmen und ausprobieren …

Mit etwas gekürztem Mast (und somit auch ca. 1,50 m Hühnerleiter auf dem Boden :( ) stand das Ding dann allerdings wie eine Eins. Und scheinbar war es auch meinen Signalen nicht abträglich, wie die QSOs gegen Ende zeigen. Oder lag es daran, dass ich mich ausnahmsweise mal auf 17m verirrte? Wie auch immer, hier die Resultate:

14:53 UTC, 20 m : IN3ADW (Italien)
15:37 UTC, 40 m : CT1JOP (Portugal)
16:27 UTC, 40 m : F5REF (Frankreich)
17:27 UTC, 17 m : 4X4FR (Israel)
17:47 UTC, 17 m : PT7CB (Brasilien)
18:02 UTC, 20 m : A65BP (Vereinigte Arabische Emirate)
18:24 UTC, 17 m : CU1EZ (Azoren)

Sieht sich doch für QRP nicht schlecht an  :bravo: . Leider hat es mit A43WARD (Oman), TL0A (Zentral-Afrika), K1BJ und KB1MSX (beide USA) nicht geklappt, obwohl ich sie gut empfangen konnte. Vielleicht beim nächsten Mal?

Micro-Fieldday (08.04.2010)

Irgendwann muss man den ganzen Selbstbau-Kram aus der Winterzeit ja mal testen, also habe ich mich heute abend spontan auf die nahe gelegene Anhöhe (N49° 34.549′ E07° 04.716′) gemacht und fleißig den Eigenbau-Masthalter für’s Auto samt 12,5 Meter GFK-Mast (von dx-wire) und Eigenbau-G5RV getestet.

Fleißig ist vielleicht etwas übertrieben, aber die Witterung war eher suboptimal mit teilweise recht kräftigen Windböen, dazu war es mit knapp 9° Celsius auch noch nicht wirklich warm :( . Alles in allem also eher ein kurzes Gastspiel, aber immerhin.

Die Stabilität des Masthalters (alles mit Baumarkt-Zeugs zusammengeschraubt) könnte man durchaus noch verbessern, aber für den 12,5 m GFK-Spargel hat es, trotz des Windes, durchaus gereicht. Mehr Sorgen machte mir da schon der Mast an sich, den ich ohne Abspannung auf knapp 10 Meter (also ohne die letzten 3 Elemente oben) ausgezogen hatte und der sich im oberen Bereich doch teilweise recht stark durchgebogen hat  :o . Kann aber auch daran liegen, dass ich mit GFK-Masten und deren Stabilität noch nicht ganz so vertraut bin, vielleicht mache ich mir da unnötig Sorgen?

Auf jeden Fall sorgt die Befestigung der G5RV mit ihren beiden Schenkeln von jeweils 15,5 m und der Einspeisung mittels Hühnerleiter (zum Einsatz kam hier ein Flachbandkabel von dx-wire) für zusätzliche Windlast, auch wenn sich das gesamte Antennen-Gebilde eher unkritisch anfühlt. Kleinvieh (bzw. „Klein-Draht“  :wink: ) macht wohl auch Mist …

Hin wie her, die Anpassung mit dem im IC-703 integrierten Tuner war auf allen Bändern bis runter auf 80 Meter problemlos möglich, in der Kürze der Zeit habe ich aber nur 3 QSO’s, allesamt auf 40 Meter, gemacht:

Danach habe ich noch ein wenig der Saarland-Runde auf 80 Meter gelauscht, deren Teilnehmer erstaunlich gut rüber kamen, aber teilnehmen wollte ich dann auf Grund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr, denn Abbau und Einpacken in der Dunkelheit standen mir ja auch noch bevor.

Auf jeden Fall hat alles soweit funktioniert, wie es sollte, auch wenn der Aufbau im Wind eher ein Krampf war und ich mehr als einmal die G5RV entknoten durfte :( . Das wird aber sicherlich noch, Übung macht schließlich den Meister. Und beim nächsten Mal suche ich mir dann wirklich schönes Wetter aus :pfeif: .

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