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Geocache of the week – we give a f*ck about bats

Normalerweise schaue ich mir die amerikanische Lobhudelei auf die „Geocaches of the week / month / year / decade / …“ in dem allseits bekannten Firmen-Blog nicht wirklich an, aber manchmal kann das durchaus auch interessant sein. Vor allem dann, wenn der prämierte Cache zu der Art von Caches gehört, bei denen es, zumindest bei den deutschen Reviewern in Deutschland, häufiger zu Problemen kommt. Hauptsächlich zu nennen wären dabei sog. „Lost-Places“ und Caches, die in Stollen, Höhlen oder Bunkern versteckt sind.

Gerade hier wird neuerdings beim Review (oder später) ja gerne die „Schicke-mir-bitte-die-schriftliche-Erlaubnis-des-Grundstückseigentümers-Karte“ gezogen bzw. penibelst und sekundengenau auf die Einhaltung bestimmter Fristen für eine temporäre Deaktivierung geachtet.

Bei dem aktuellen „Geocache of the week“ (Below Above – Fallen Monarch, [GC2GAMT]) handelt es sich um einen solchen, liegt die Dose doch in einer Höhle und ist, was die Terrain-Wertung angeht, mit T5 gelistet.

Die Sache mit der Erlaubnis ist augenscheinlich kein Problem, steht doch im Listing extra:

Full permission has been gained from the landowner.

Und wenn das da steht, dann ist das auch so :roll: !

Aber was ist mit den Fledermäusen? Eine Fledermausschutzzeit scheint es wohl in UK nicht zu geben (http://www.bats.org.uk/), zumindest wurde der Cache deswegen nicht zwischenzeitlich deaktiviert, aber immerhin weist der Owner auf Folgendes hin:

If you see any bats, do not touch or otherwise disturb them, remember it is illegal to do so.

Dass es in der Höhle tatsächlich Fledermäuse gibt, kann man an zahlreichen Logs erkennen:

… had a great time and saw many bats.

We also saw a couple of bats down there …

We saw numerous bats too, in fact at one point I very nearly put my hand on one!

We spotted at least two bats which remained asleep as we passed by.

In good old germany würden diese Logs ganz sicher die Zwangsarchivierung des Caches nach sich ziehen, unabhängig von irgendwelchen Schutzzeiten. Bei Worten wie „Fledermaus“, „Biber“, „Uhu“, $SonstigesGetier in einem Found-Log bleibt ja gar nichts anderes übrig :roll: !

Nun stellt sich mir die Frage:

Warum stört sich Groundspeak, respektive der jeweilige Reviewer, nur in Deutschland an dem Vorhandensein von Fledermäusen in einer Cachelocation, während ausländische Fledermäuse scheinbar einfach Pech haben :?: ?

Bei ihrem „Geocache of the week“ – Gedöns sind die Amis regelmäßig schmerzbefreit, was Tierschutz, Eigentum und Erlaubnis angeht. In Deutschland dagegen hat man schon seit längerem gerade auf solche Caches zum Halali geblasen und favorisiert stattdessen sinnbefreite Powertrails und Leitplankendosen.

Ob jetzt ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur oder nur der Wunsch nach dem „Bloß nicht anecken“ bei Groundspeak an oberster Stelle steht, möge jeder selbst entscheiden.

Ich habe schon entschieden  :mrgreen: !

Fledermäuse abhängen macht Arbeit!

Und zwar richtig viel!

Nachdem ich es im Oktober vergangenen Jahres nicht wirklich geschafft und es später dazu auch noch vergessen habe, die Final-Dosen bei drei meiner Caches

einzusammeln, was mir damals auch ein wenig Ärger wegen ein bis zwei „Zufallsfunden“ :( eingebracht hatte, war ich bei der Reaktivierung diesmal erfolgreicher: Pünktlich zum 15. April war alles wieder offen :) . Wobei mir die „Punktlandung“ zwar nicht ganz so wichtig war, aber das Wetter war einigermaßen in Ordnung und das Wochenende stand kurz vor der Tür, so dass ich den potentiellen Suchern nicht den Spaß verderben wollte.

Glücklicherweise liegen die besagten Caches so ziemlich im gleichen Gebiet, weshalb sich der Fußmarsch  dann mit rund 6 Kilometern doch in Grenzen hielt. Aber ich bedauere diejenigen, deren zu schließende Caches eben nicht zusammen liegen und die für die vorübergehende Schließung und das anschließende Enablen schon richtig weit fahren müssen.

Hinzu kamen noch die kleinen (unnötigen?) Änderungen am Layout von GC.com, so dass ich auch gleich das Listing überarbeitet habe, damit es wieder so dargestellt wird, wie es auch ursprünglich der Fall war. Alles in allem, also Kontrollieren, Auslegen und HTML-Gedöns  machte das für 3 Caches rund 5 Stunden Arbeit!

Aber ich will mich ja nicht beschweren, als Dosenleger hat man es sich ja selbst so ausgesucht 8) !

Was ich aber bei meinem Rundgang sehr erstaunlich fand, war die totale Unordnung im Wald! Man kennt ja die Gegend noch ziemlich genau vom Anlegen der Caches und evtl. notwendigen Kontrollen, aber heuer sah alles komplett anders aus. Xynthia und die nachfolgenden Waldarbeiter hatten echt ganze Arbeit geleistet :o .

Viel mehr ärgerte mich allerdings die vorgefunde Sauerei, die ein paar hirnlose Sprayer an einer Stelle hinterlassen haben. Vermutlich waren die auf dem nahe gelegenen Bahnhof an diversen Zügen zugange und haben sich nach getaner „Arbeit“ in den Wald zur Entledigung ihres Abfalls zurückgezogen. Natürlich nicht ohne vorher noch ein paar Bäume einzusauen!

Da schimpft man hin und her über die Zerstörung der Natur durch Geocacher, dabei richten andere (hirnlose) Personengruppen sowie diverse Naturgewalten ganz sicher mehr Schäden an, als 120 Geocacher es in zwei Jahren tun können  :wallbash: ! Meine Meinung!

Ein weiteres kurioses Fundstück lag dann ein paar Meter weiter. Vermutlich wollte ein Waldarbeiter-Muggel mal eben seine Schuhe gut durchlüften :mrgreen:  und hat sie dann mangels Erfolg gleich dort zurück gelassen:

Wie auch immer, fürs Erste ist die Arbeit getan, und daran, dass der Sommer irgendwann auch mal vorbei ist, will ich jetzt noch gar nicht denken  :wink:

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