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Kein Schwein gehabt …

… und deshalb kurzentschlossen Rind genommen :mrgreen: .

Genauer gesagt: Schwein war zwar noch ausreichend vorhanden, aber da Ex-Nachbar leider kurzfristig beschäftigt war und somit nicht an der Vergrillung teilhaben konnte, wollte ich die Zeit nutzen und mit einem leckeren Stück aus einer  freilaufenden Rinderhüfte experimentieren.

Was soll man auch machen, wenn man spontan keinen Bock auf Convenience-Produkte hat (die ja sowieso verteufelt werden -> zu fett, zu süß, zu bähbäh), ein herkömmliches Abendessen viel zu banal erscheint und es zusätzlich noch aus der Kühltruhe leise „Grill mich“ ruft :roll: ?

Aufgetautes ist zwar nicht das gelbe vom Ei, aber für Spontanvergrillungen die einzige Möglichkeit – nicht jeder hat im Hof ja einen domestizierten eurasischen Auerochsen (= Hausrind) rumstehen, von dem man mal eben eine Scheibe abschneiden könnte :nein: .

Vor den Erfolg haben die Götter aber den Schweiß gesetzt, also musste zuerst das Sportgerät fachmännisch enteist von Schnee befreit werden:

Der Anzündkamin war übrigens nicht nur fast nicht mehr zu finden, nein, er war auch noch festgefroren O_o :

Irgendwann standen dann aber alle Schalter grilltechnisch gesehen auf „Go“ und die Wartezeit bis zum Erreichen der Betriebstemperatur wurde mit ein paar Schnappschüssen vom Kaminzimmer (nein, immer noch nicht fertig!) überbrückt:

Zwischenzeitlich schmurgelte das Hüftfleisch samt Bratkartoffeln im Kessel vor sich hin

und signalisierte durch die zunehmende Verfärbung ganz deutlich den Zieleinlauf:

Die gemessene Kerntemperatur betrug zu diesem Zeitpunkt 60°, demnach sollte es sich um die Garstufe „medium“ handeln, was übrigens auch exakt so gewollt war:

Das Gesamtkunstwerk ( :wink: ), fix und fertig angerichtet auf dem Teller, bot sich dem Auge so dar:

Dieser Anblick währte jedoch nur kurz, denn obwohl man aus dem Grillen von Steaks ja eine Wissenschaft für sich machen kann, geht es doch in letzter Konsequenz um die Beseitigung des Hungergefühls :) . Genussvoll natürlich, auch visuell, das Auge isst schließlich mit!

Und der Genuss kam wahrlich nicht zu kurz – satt wurde ich übrigens auch :yes: .

Drecksschnee!

Nachdem ich im Dezember vergangenen ( :wink: ) Jahres immerhin, bis auf einen kläglich gescheiterten Heilig Abend – Versuch bei Blick auf die Wölfe (GC2A0YX), geocache-technisch gezwungenermaßen eher faul war – entweder war es arschkalt, tief verschneit oder beides – sollte zumindest das neue Jahr mit etwas Aktivität im Freien beginnen. Das Wetter war ja heute ziemlich gut  :) !

Wohlan, der DNF von Heilig Abend muss gerächt werden :maul: !

Zwar war mir durchaus bewusst, dass das bisken Sonne den Schnee abseits der regulären Wege (genauer gesagt: Im Wald) nicht vollumfänglich beseitigt haben kann, aber irgendwann muss ich doch mal wieder, irgendwie  :cry:

Station 1 und 2 hatte ich ja bereits beim letzten Mal erfolgreich im Tiefschnee gemeistert, heute musste nun die dritte Station dran glauben. Und tatsächlich: Ich konnte den vor einigen Tagen noch verschütteten Grenzstein zumindest mal erblicken, der Weg dorthin erforderte aber nach wie vor schweren körperlichen Einsatz.

Frohen Mutes ging ich dann weiter in Richtung Final, aber nur um dort wieder von der grausamen weißen Realität eingeholt zu werden :( . Dort oben nämlich, noch tiefer und abgeschiedener im Wald, konnte man zwar vor lauter Schnee den Wald noch sehen – mehr aber auch nicht.

Die Antwort des Telefonjokers („… unter Steinen, nicht unbedingt direkt am Baum. Ich weiß aber nicht mehr so genau …“) gab mir dann den Rest:

Wie soll ich denn hier bitteschön eine Tupperdose in Bodennähe finden?
–> Gar nicht!

Und selbst wenn ich sie finde, soll ich sie dann freipinkeln, wenn sie angefroren ist?
–> Besser nicht, andere Cacher könnten dich dafür hassen!

Und warum bin ich überhaupt heute hier? Hätte ich nicht wissen können, dass …
–> Doch, hättest du!

Das kleine Männlein in meinem Ohr wollte gar nicht mehr aufhören, sich über mich lustig zu machen

Mir blieb also nur noch der geordnete Rückzug, immerhin konnte ich die Fußstapfen vom Hinweg halbwegs benutzen, so dass die Füße nicht noch feuchter wurden als sie ohnehin schon waren. Apropos feucht: Es ist zwar schön, wenn die Schuhe mit Membran-Gedöns ausgestattet sind, allerdings hat Schnee die eklige Eigenschaft, sich schön von oben einen Weg in Richtung Fuß zu bahnen, wenn man andauernd einen halben Meter tief einsinkt und dabei die Jeans am Bein hochrutscht :motz: .

Ein Gutes hat der weiße Kram allerdings:

Tretminen lassen sich bedeutend leichter ausmachen, wenn auch nur die ziemlich frischen :mrgreen:

Schnee² – Es reicht so langsam …

Er kam, wie er nicht hätte kommen sollen, aber so, wie die Meteorologen es vorhergesagt hatten: Reichlich!

Die Rede ist vom Schnee, der hier im Saarland (vor allem im Nordsaarland) heute noch mal heftig von oben kam und unten für reichlich Ungemach auf den Straßen sorgte. Auf dem Heimweg, also vom Süd- ins Nordsaarland, wurden dann auch die Straßenverhältnisse zusehends schlechter und nach Verlassen der Autobahn chaotisch. Mittlerweile liegt hier in den Orten so viel von dem weißen Zeug, dass die Anwohner schon nicht mehr wissen, wohin sie schaufeln sollen: Auf die Straße? In Nachbars Garten? Meist sucht man sich einfach irgendeinen Haufen aus und packt noch obendrauf, genau wie bei dem lustigen Packesel-Spiel. Und man hofft, dass er dort oben auch liegen bleibt.

Für die „Auf-die-Straßen-Schaufler“ ist spätestens beim nächsten Schneepflug-Einsatz der Spaß wieder vorbei, denn dann liegt alles wieder dort, wo es vorher schon lag: Auf einem schönen dreckigen Haufen, genau vor der Tür oder auf dem Gehweg.

Und genau so sah es dann auch bei mir zuhause aus: Ein schöner Haufen direkt vor der Garageneinfahrt, die ihrerseits ebenfalls noch reichlich bedeckt war. Was also tun? Anhalten ging nicht, denn die geräumte Gasse reichte gerade für ein Fahrzeug und hinter mir war noch ein anderer Verkehrsteilnehmer. Nachbars Einfahrten waren ebenfalls unpassierbar. Also erst mal weiterfahren, an der nächsten Kreuzung wenden und einen (hoffentlich guten) Plan machen.

Meiner sah nach kurzer Überlegung recht einfach aus: Mit Schwung in die Einfahrt und gut!

Schwung und Einfahrt passten noch, gut war es danach aber nicht. Das Auto bewegte sich weder vor noch zurück – Festgefahren! Glücklicherweise reichte das Heck nur noch ein paar Zentimeter auf die Fahrbahn, so dass ich zumindest für den nachfolgenden Verkehr (der in einer verkehrsberuhigten Zone um diese Uhrzeit ja nicht mehr so dolle ist …) kein Hindernis mehr darstellte.

Der Rest ist dann zwar schnell erzählt, nahm mir aber fast 45 Minuten von meinem wohlverdienten Feierabend. Bei heftigem Wind und ebensolchem Schneetreiben: Auto freilegen, Garageneinfahrt freischaufeln und dann endlich parken.

Fazit: Jetzt ist wirklich gut mit Schnee, mindestens für die nächsten 10 Jahre! Und hoffentlich behalten die Meteorologen auch bei ihren weiteren Vorhersagen bzgl. des Tauwetters recht und der Spaß Schnee ist bald Geschichte …

*** EDIT ***
Glücklicherweise hat WordPress eine Auto-Save-Funktion integriert, die mich jetzt gerettet hat: Gerade die letzte Zeile geschrieben und zack – alles dunkel! Stromausfall für 45 Minuten. Wenn da mal nicht auch der Schnee beteiligt war …
*** EDIT ***

SaarForst warnt vor Waldspaziergängen

Unabhängig davon, dass ich bei der derzeitigen Witterungslage nicht ganz so viel Drang verspüre, gut versteckte Tupperdosen im Wald zu finden (was vermutlich sowieso in die Hose gehen würde, denn gestern habe ich sogar meine eigene nicht mehr finden bzw. freilegen können), warnt nun auch der Saarforst Landesbetrieb erneut (wie bereits am 25. Januar 2010) vor dem Betreten der verschneiten Wälder:

„Bedingt durch die zum Teil heftigen Schneefälle in den vergangenen Tagen herrscht im Wald weiterhin eine akute Eis- und Schneebruchgefahr. In etlichen Fällen kam es schon zu herab fallenden Ästen oder umgestürzten Bäumen. Der SaarForst Landesbetrieb bittet die Bevölkerung, zu ihrem eigenen Schutz den Wald derzeit nicht zu betreten, auch wenn der verschneite Winterwald geradezu zu Spaziergängen einlädt. Auch sollten keine Fahrzeuge auf Waldparkplätzen abgestellt werden. „
(Quelle: Saarforst Landesbetrieb)

Schneeschaufeln? Completely sold out!

Dass es mit dem Streusalz in den heimischen Lagern nicht mehr allzu rosig aussieht, dürfte man mittlerweile zahlreich in Presse, Funk und Fernsehen gehört und gesehen haben. Am 14. Januar konnte man noch lesen:

Saarland – Keine Engpässe beim Streusalz im Saarland

Doch jetzt, am 30. Januar, schaut die Sache ein wenig anders aus:

Streudienst im Saarland wird eingeschränkt – das Salz wird knapp

Ob diese Einschränkung nun richtig ist, sei dahingestellt, auf jeden Fall waren die Straßenverhältnisse gerade eben mehr als kritisch: Zwar ist, wie versprochen, der Großteil der Straßen mehr oder weniger (mit der Tendenz zu eher weniger) geräumt, aber das hilft alles nichts, wenn sich nun statt Schnee Eis auf der Fahrbahn befindet. Selbst wenn man seine Geschwindigkeit den Witterungsverhältnissen anpasst, wirkt an Gefällstrecken immer noch die Schwerkraft und sorgt für eine gefährliche Rutschpartie bergab oder Stau bergauf. Glücklicherweise hat es der vor mir mit Blaulicht fahrende Rettungswagen gerade noch so den Berg hinauf geschafft (haben die eigentlich Spikes drauf im Winter? Es sah nämlich nicht danach aus…).

Dieser Abschnitt der Landstraße stellt ganz sicher einen gefährlichen Streckenabschnitt dar, der ja trotz Salzknappheit gestreut werden soll, aber der letzte Besuch eines Streuwagens lag hier mit Sicherheit schon mehrere Tage zurück. Wie auch immer, ging ja noch mal gut. Trotzdem finde ich das unverantwortlich!

Und weil die Straßenverhältnisse so sind, wie sie jetzt nun mal sind, wollte ich eigentlich schön zu Hause bleiben und nix machen, aber witterungsbedingt musste ich zum Einkauf: Der Schneeschieber hat gestern abend nämlich nach gefühlten 10 Tonnen Schnee zuerst die weiße Flagge gehisst und danach komplett den Geist aufgegeben. Durchgebrochen, Totalschaden. Eine klassische Schneeschaufel habe ich zwar noch auf Lager, aber damit an der Straßenfront die vorschriftsmäßige Gasse von mindestens einem Meter freizuhalten ist mehr als müßig, besonders weil die Front so lang ist.

Während der Hinweg zu Baumarkt A (und das kurze Stück danach zu Baumarkt B) noch in Ordnung war, gestaltete sich der Rückweg dann doch eher chaotisch. Und zu allem Überfluß musste ich mir sowohl in Baumarkt A als auch in Baumarkt B anhören, dass Schneeschaufeln „aus“ sind. Neuer Liefertermin? Nicht bekannt! Drei Kinderschneeschaufeln hat man mir noch anbieten können, was ich aber dankend abgelehnt habe. Fast hätte ich stattdessen die elektrische Schneefräse gekauft (war im Angebot für 89,- EUR), aber das erschien mir dann nach kurzer Überlegung wohl etwas zu overdressed für den Heimgebrauch.

Da wähnt man sich mit vollem Kühlschrank, ausreichend Trinkwasser und genügend Treibstoff für das Notstromaggregat in Sicherheit, um dann an einer Lappalie wie einem fehlenden Schneeschieber zu scheitern. Als Konsequenz wird deshalb morgen der Notfallplan gründlich überarbeitet, damit ich wenigstens im nächsten Winter gut gerüstet bin.

Doch was heißt hier „im nächsten Winter“? Noch ist der aktuelle Winter ja nicht vorbei und wer weiß, was am Ende, neben mehreren Schneeschiebern, noch alles einen Platz auf der Überlebensliste finden wird?

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