Nature hates heroes

Nature hates heroes™…

Both Groundspeak and we love the big money. We live for it.

Eben dachte ich, ich seh‘ nicht recht: Hat die (t)olle Schuhfabrik  mit dem großen „T“ am Anfang doch tatsächlich erneut ein paar lustige Kommerzcaches rausgehauen und Groundspeak hat dem Ganzen nun auch ein eigenes Icon spendiert. Und dass obwohl die letzte Serie bereits dermaßen gut bei den Geocachern angekommen ist, dass es vor Lob in den Logs nur so strotzte und gerade in der Anfangszeit mehr DNF-, NM- und NA-Logs als Funde das Resultat waren.

Ich bin mir sicher, dass die Jungs ganz scharf auf einen Doppel-Brouhaha sind, anders kann ich mir das beim besten Willen nicht erklären.

Und wenn Groundspeak schon ein eigenes Icon dafür kreiert, dann dürfen wir gespannt sein, was als nächstes kommt. Durex könnte doch z. B. auch Geocaching für sich entdecken, dann hätte der Begriff „Tütencache“ plötzlich eine ganz neue Bedeutung :mrgreen: !

Extra feucht, sozusagen …

Zensus 2011 – Dinge, die die Welt nicht braucht

War ja klar: Bei sämtlichen Gewinnspielen immer die Arschkarte, dafür aber jetzt bei der aktualisierten Ausgabe der „Volkszählung“ (auf modern getrimmt heißt es nun „Zensus 2011“) das große Los ziehen und zum Kreis der Zwangsbefragten gehören! Vielen Dank Schicksal  :motz: !

Die „Gewinnbenachrichtigung“ samt Terminankündigung, nicht personalisiertem Anschreiben und einem kleinen Faltblättchen, in dem die unbedingte Notwendigkeit einer solchen Zählung zu begründen versucht wird, lagen heute im Briefkasten. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass ich mir von Fremden ungern Termine aufdiktieren lasse, die sich dann auch noch in einem großzügigen Zeitfenster von 4 Stunden befinden, kann ich hinter der ganzen Sache, die sich mit geschätzten Kosten von rund  710 Millionen Euro im Staatshaushalt bemerkbar macht, ganz einfach nicht den Sinn erkennen. Oder wird mir der Staat eine Badewanne bezahlen und installieren, wenn ich angebe, dass in meinem Haushalt keine vorhanden ist :irre: ? Hat er aktuell wirklich gar keine Ahnung über die tatsächlichen Verhältnisse und regiert einfach nach Gutdünken? Es sieht zwar so aus, keine Frage, aber öffentlich eingestehen würde das doch sicher niemand.

Wie ich heiße, wo ich wohne, und was ich sonst noch an relevanten und nachzufragenden Daten bieten kann (Beruf, Familienstand, Schuhgröße, sexuelle Vorlieben, …), sollte sich doch mittlerweile bei den heimischen Ämtern und Behörden rumgesprochen haben. Wenn sogar die GEZ glaubt zu wissen, dass ich Fernseher und Radios zum Empfang vorhalte, dann kann sich das Einwohnermelde-, Finanz- und Gedönsamt ja schlecht noch ahnungsloser anstellen, oder?

Machen sie aber! Und wollen mir ca. 10 – 30 Minuten meiner kostbaren Zeit stehlen!

Bei einer simplen Anmeldung eines Nebenwohnsitzes hat man mir in der Vergangenheit sogar ungefragt und kostenpflichtig eine Mülltonne vor die Tür gestellt – die Kommunikation zwischen Amt und Abfallentsorger scheint also auf jeden Fall funktioniert zu haben :) .

Immerhin räumt man mir die Möglichkeit ein, sofern mir der angegebene Termin nicht zusagt, mit meinem Erhebungsbeauftragten ( :doh: ) einen neuen Termin zu vereinbaren. In „dringenden Fällen“ (was auch immer das sein mag) kann man sich sogar direkt an die jeweilige Erhebungsstelle wenden. Ganz am Puls der Zeit vorbei kann man dies allerdings nicht per E-Mail tun, sondern nur telefonisch. Glücklicherweise gibt der gute Mann nicht nur seine dienstliche Rufnummer, sondern seine private gleich noch mit an. Mal schauen, ob heute nach Mitternacht da noch jemand rangeht   :mrgreen:  (wäre das dann übrigens ein dringender Fall?).

Oder soll ich besser direkt bei Roderich Egeler, seines Zeichens Präsident des Statistischen Bundesamtes, der in der Vergangenheit mit seinem „Nebenjob“ als Bundeswahlleiter nicht gerade unumstritten war (hier und hier), meinen Unmut äußern?

Vielleicht könnte ich dort auch gleich mitteilen, dass mein Opa, dem man nun ebenfalls einen Fragebogen für Hausbesitzer zugeschickt hat, bereits seit einigen Jahren verstorben und sein Haus ordnungsgemäß und dokumentiert an die Erben übergegangen ist. Ich wüsste nicht, war er in der Sache noch antworten sollte :pfeif: ! Oder wäre das nun ein günstiger Zeitpunkt, für seine „Wiederbelebung“ zu sorgen, auf dass man von höchster Stelle die Rentenzahlung wieder aufnimmt :roll: ? Wie auch immer: Sein Fragebogen ist schon ordnungsgemäß wieder abgeschickt, und zwar über einen dieser großen blauen Plastikbriefkästen mit Deckel, die einmal im Monat überall am Straßenrand stehen :P .

Vielleicht (hoffentlich :mrgreen: ) brummen sie ihm ja ein ordentliches Bußgeld ob seiner Verweigerungshaltung auf – das könnte ein Riesenspaß werden  :hurra: !

Wer ebenfalls zu den Gewinnern gehört und seine Gewinnbenachrichtigung auch schon in der Post hatte: Hier gibt es neben weiterer Kritik an und Handlungsmöglichkeiten für den ganzen Mumpitz auch lustige Plakate, die nach genauerer Betrachtung vielleicht gar nicht mehr sooo lustig sind  :o …

Meine 4 Favoriten (eigentlich wollte ich nur einen, aber ich konnte mich nicht entscheiden) sind übrigens:



David „Guttenberg“ Guetta – alles nur geklaut

Dass im Musikbusiness immer mal wieder geklaut und abgekupfert wird, ist ja an sich nichts Neues – aber dass David Guetta da mittlerweile auch fröhlich bei alten Hits zugreift und den Guttenberg macht, war mir neu :( .

Mit seinem Remix von Snoop Dogg’s „Wet“ (immerhin wird dieser noch erwähnt, man nennt sich eben „Snoop Dogg vs. David Guetta“) hat er allerdings genau das gemacht: Geklaut! Und zwar ohne Credits!

Snoop Dogg vs. David Guetta – SWEAT (2011)

Zugegeben, der Song geht durchaus in Ordnung, aber die feine englische Art ist das nicht. Egal, vermutlich fällt es der iPod-Generation ohnehin nicht auf, denn zu dem Zeitpunkt, als das Original von damals, von dem die Samples (und mehr) entliehen sind, dürften die meisten davon noch entweder selbst mit der Blockflöte in der Grundschule gespielt oder aber brav ihre aus dem Radio aufgenommenen Tapes in einem Walkman gehört haben :mrgreen: :

Felix – Don’t you want me (1992)

Immerhin zeugen ein paar Kommentare bei Youtube davon, dass es auch anderen ein klein wenig mißfällt. Schließlich waren Felix damals einfach am Puls der Zeit, auch wenn es nach „Don’t you want me“ und „It will make me crazy“ eher still wurde.

Das damalige Label „Deconstruction“ (nun gut, zuerst war es auf Hooj Choons erschienen), dessen Logo übergroß auf den beiden Felix-Hits prangte, hat übrigens im neuen Jahrtausend ebenfalls das Zeitliche gesegnet, wurde aber 2009 von Sony Music Entertainment UK wiederbelebt. Irgendwie soll es da wohl weitergehen.

Schau‘ mer mal …

 

Mystery signals of the short wave

Wer auf der Suche nach Kuriositäten oder seltsamen Signalen auf Kurzwelle ist, wird an dieser Seite ganz sicher nicht vorbei kommen:

Mystery signals of the short wave

Bereits vor längerer Zeit wurde ich durch Horst, DB9VL, darauf aufmerksam gemacht und hörte fleißig in die dort beschriebenen Frequenzen (und Audiosamples) rein – Resultat: Seltsam, das :o !

Beim Drehen über die Bänder eben fiel mir der Hinweis von damals zufällig wieder ein und ich konnte nicht davon lassen, auf ein paar der dort beschriebenen Frequenzen mal wieder reinzuhören, ob denn dort immer noch „strange signals“ zu hören sind.

Sie sind es :) , immer noch!

Bevor jetzt jemand auf die Idee kommt zu sagen „…pffft, was soll denn das, wen interessieren schon die seltsamen Signale dort, ist doch Quatsch …“ bleibt festzustellen:

Irgendjemand muss sich dafür interessieren, denn sonst würden sie wohl kaum permanent dort zu hören sein? Niemand stellt schließlich einen Sender irgendwo in den Wald und lässt diesen jahrelang dort auf exakt den gleichen Frequenzen irgendwelchen Kram aussenden, von der notwendigen Stromversorgung mal ganz abgesehen.

Und während ich diesen Artikel schreibe und mir nebenbei „The Pip“ auf 3.756 MHz anhöre, wird dieser doch just durch eine Sprachübermittlung (russisch?) unterbrochen. Und ich finde auf die Schnelle nicht mehr den richtigen Knopf am IC-7000, um das Ganze aufzunehmen  :doh: .

Verdammt!

Fieldday @DL5VW – Radio Wellesweiler on air

Kurzfristig und unerwartet erreichte mich gestern eine Mail, dass auf den Ländereien von Peter (DL5VW) eine lockere Funkrunde geplant sei und dass sich zudem um das leibliche Wohl überaus gut gekümmert werden würde  :) . Meine Begeisterung hielt sich zunächst allerdings in Grenzen, hatte ich mir doch trotz durchaus sommerlicher Temperaturen eine Erkältung eingefangen, die mich zu Siechtum und Bettlägrigkeit zwang.

Von anderer Seite hörte ich allerdings auch, dass intensive HF-Strahlung, richtig eingesetzt, durchaus förderlich für die Gesundheit sein kann  :mrgreen: . Also erst mal abwarten und spontan, je nach Gesundheitszustand, über die Teilnahme entscheiden :) .

Wider Erwarten fühlte ich mich dann am nächsten Morgen (also heute) ausreichend fit, um dem kleinen (ist übrigens arg untertrieben!) Happening beizuwohnen, zumal die Aussicht auf den schon legendären Flammkuchen von Peter’s besserer Hälfte zusätzlich für eine gehörige Portion Vorfreude  sorgte :hurra: .

Exakt um 13:00 Uhr UTC war ich dann vor Ort und erstmal richtig erstaunt: Fieldday kann man das wohl nicht mehr nennen, wenn fein säuberlich eine Dentron MLA-2500 aufgebaut wurde, ein Beam schon fix und fertig auf dem Boden lag und nur noch auf’s Aufrichten wartete und zusätzlich ein Relikt des letzten Fielddays, eine G5RV, schon auf angenehmer Höhe zwischen den Bäumen auf dem wirklich grooooßen Grundstück gespannt war  8) .

Nicht zu vergessen der bereits angeheizte Steinbackofen für den Flammkuchen und der gut gefüllte Kühlschrank mit allerlei flüssigen Kostbarkeiten. Heieiei, wenn das ein Fieldday ist, dann will ich das öfters :mrgreen: !

Aus der intensiven HF-Strahlung wurde allerdings nichts, weil irgendwer irgendwie das Kabel für die Ansteuerung der Endstufe vergessen hatte  :ups: und somit letztendlich nur die halbe Welt, nicht die ganze,  erreicht werden konnte. Machte aber gaaar nix, denn es stellte sich sehr schnell heraus, dass der Fokus dieses Fielddays (mit Stromversorgung, Toilette, Dach über dem Kopf, Sitzgelegenheiten, Steinbackofen, Kühlschrank) ganz woanders lag: Er sollte einfach nur lustig werden  8) !

Und das wurde er auch, deutlich erkennbar daran, dass von dem geplanten „… ich werde mal kurz vorbeischauen …“ ein Aufenthalt bis tief in die Nacht wurde  :pfeif: .

Der nur provisorisch aufgerichtete Beam (er war in Verbindung mit den zarten Alu-Stängchen doch etwas kopflastig) spielte im anschließenden Funkbetrieb eine eher untergeordnete Rolle, vielmehr waren der betagte Transceiver von Klaus (DD4VB), ein AEG SE6861, und die Schnickschnack-Selbstbau-Baumarkt-Antenne von mir (DD4DJ) die Helden des Tages: Je älter und selbstgebauter das Equipment war, desto besser waren die Verbindungen :roll: . Was natürlich für zusätzliche Freude sorgte, denn wenn man mit fast gar nichts und 20 Watt aus dem Akku gehört wird, dann macht das gleich einen viel schlankeren Fuß als wenn man ein „Five-Nine“ mit einer Leistung in Richtung Kilowatt hört.

Mit dem Funkbetrieb war es ohnehin ruckzuck vorbei, als die XYL von Peter mit den Flammkuchen-Zutaten auftauchte und sich bis zum späten Abend reichlich Mühe gab, die Anzahl der geführten QSO’s mit der Anzahl der Flammkuchen ständig zu toppen, was ihr übrigens perfekt gelang :mrgreen: : Selten hat man solch feines Zeug gegessen! Da müssen selbst Anrufe aus Indonesien mal eben warten, bis man den Mund leer hat :D !

Leider musste sich Horst (DB9VL) mit seinem HF-Moped viel zu früh ins ferne West-Saarland verabschieden (sogar noch vor den Flammkuchen!), so dass sich gegen Abend nur noch Klaus und ich um die HF-Strahlung kümmern konnten – Peter als Gastgeber war zu sehr beschäftigt mit der Bewirtung und Unterhaltung der Gäste, die mittlerweile deutlich die Überhand gewonnen hatten.

Anderswo nennt man das übrigens Dorffest, wir nannten es Fieldday :wink: !

Fazit: Peters bessere Hälfte hat gewonnen und mehr Flammkuchen produziert, als wir QSO’s hatten! Und niemand war ihr böse, im Gegenteil :mrgreen: ! Der Spaß stand eindeutig im Vordergrund und kam demzufolge auch nicht zu kurz.

Und selbst die in der Bierlaune geplante DXpedition wird nur unter der Maßgabe stattfinden, dass neben dem ganzen technischen Schnickschnack auch mindestens ein Steinbackofen samt ultra-trockenem Buchenholz mit ins Gepäck kommt  :pfeif: .

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Der zweite Tag
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Nachdem am ersten Tag die QSO’s ernährungsbedingt etwas gelitten haben (der Flammkuchen war aber auch zu gut, erwähnte ich es schon :pfeif: ?), sollte am zweiten Tag alles anders werden: Statt Flammkuchen gab es nun nämlich Leckeres vom Schwenker (für die Auswärtigen: Vom Grill :wink: ) und auch der Antennenpark wurde aufs Übelste gepusht! Nix mehr mit Behelfsantennen knapp über dem Boden und Dummyloads am Ende des Koaxkabels – nein, es ging zur Sache :mrgreen: !

Zwar versuchte Gastgeber Peter (DL5VW) weiterhin, den Ehrgeiz der Teilnehmer Punktespender am ARI-Contest mit Kulinarien und noch kälteren Getränken als am Vortag zu untergraben, aber auch er konnte die QSO-Zahl nur marginal reduzieren. Allerdings war es in der Tat harte Arbeit, permanent die richtigen Entscheidungen („…antworte ich nun Argentinien oder nehme ich doch lieber einen Schwenker…“) zu treffen :mrgreen: .

Mein persönliches Highlight war übrigens, neben der absolut unübertrefflichen Versorgung des Hausherren :hurra: und dem Aufbau und der Inbetriebnahme von „Radio Wellesweiler“, ein QSO mit Argentinien auf 10m – mit 10 Watt aus dem IC-703 und einer portablen G5RV am Auto doch nicht schlecht!

Anbei noch ein paar Impressionen vom zweiten Tag:

Vielen Dank an Peter (DL5VW) für’s Ausrichten und Kümmern, das Essen, die Getränke – und überhaupt alles!

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