Monthly Archive:Januar, 2013

Kein Schwein gehabt …

… und deshalb kurzentschlossen Rind genommen :mrgreen: .

Genauer gesagt: Schwein war zwar noch ausreichend vorhanden, aber da Ex-Nachbar leider kurzfristig beschäftigt war und somit nicht an der Vergrillung teilhaben konnte, wollte ich die Zeit nutzen und mit einem leckeren Stück aus einer  freilaufenden Rinderhüfte experimentieren.

Was soll man auch machen, wenn man spontan keinen Bock auf Convenience-Produkte hat (die ja sowieso verteufelt werden -> zu fett, zu süß, zu bähbäh), ein herkömmliches Abendessen viel zu banal erscheint und es zusätzlich noch aus der Kühltruhe leise „Grill mich“ ruft :roll: ?

Aufgetautes ist zwar nicht das gelbe vom Ei, aber für Spontanvergrillungen die einzige Möglichkeit – nicht jeder hat im Hof ja einen domestizierten eurasischen Auerochsen (= Hausrind) rumstehen, von dem man mal eben eine Scheibe abschneiden könnte :nein: .

Vor den Erfolg haben die Götter aber den Schweiß gesetzt, also musste zuerst das Sportgerät fachmännisch enteist von Schnee befreit werden:

Der Anzündkamin war übrigens nicht nur fast nicht mehr zu finden, nein, er war auch noch festgefroren O_o :

Irgendwann standen dann aber alle Schalter grilltechnisch gesehen auf „Go“ und die Wartezeit bis zum Erreichen der Betriebstemperatur wurde mit ein paar Schnappschüssen vom Kaminzimmer (nein, immer noch nicht fertig!) überbrückt:

Zwischenzeitlich schmurgelte das Hüftfleisch samt Bratkartoffeln im Kessel vor sich hin

und signalisierte durch die zunehmende Verfärbung ganz deutlich den Zieleinlauf:

Die gemessene Kerntemperatur betrug zu diesem Zeitpunkt 60°, demnach sollte es sich um die Garstufe „medium“ handeln, was übrigens auch exakt so gewollt war:

Das Gesamtkunstwerk ( :wink: ), fix und fertig angerichtet auf dem Teller, bot sich dem Auge so dar:

Dieser Anblick währte jedoch nur kurz, denn obwohl man aus dem Grillen von Steaks ja eine Wissenschaft für sich machen kann, geht es doch in letzter Konsequenz um die Beseitigung des Hungergefühls :) . Genussvoll natürlich, auch visuell, das Auge isst schließlich mit!

Und der Genuss kam wahrlich nicht zu kurz – satt wurde ich übrigens auch :yes: .

Erster Winter-Grill-Spaß in 2013

Watt’n Glück, dass das Sauwetter eine kurze Pause ein- und der Schnee einen zarten Start hingelegt hat – wettertechnisch herrschten also beste Voraussetzungen für eine kleine Winter-Vergrillung: Eisige Temperaturen draußen, im Kaminzimmer (abfällig auch „Grillgarage“ genannt :maul: und immer noch nicht fertig) dagegen wohlige Wärme!

Erst einmal galt es, das Grillgerät von der widrigen Witterung zu befreien

und den Holzkohlevorrat zu prüfen:

Sollte für heute noch ausreichen :mrgreen: , auch wenn er seit Beginn der kalten Jahreszeit schon um ein paar Säckchen geschrumpft ist.

Alsdann wird mächtig eingeheizt, um den Minusgraden zu trotzen, während die eigentlichen Hauptdarsteller – Schwenkbraten und Nackensteaks vom St. Wendeler Schwein – noch im Saft liegen. Die mit Kräutern gefüllten Kartoffeln schmurgeln hingegen schon unter der Haube :) :

Ganz wichtig übrigens: Die wartende Meute

muss auf die kurzen aber prägnanten Spielregeln hingewiesen werden:

Bereits wenig später hat sich in der Kugel einiges getan:

Die erste Ladung Fleisch hat dank dem Sear Grate Einsatz das gewünschte Muster und, wie die satte Färbung anzeigt, reichlich Buchenholzrauch inhaliert, weshalb es gleich rechts außen noch ein wenig auf Alufolie ausruhen darf (nein, ich bin kein Foliengriller :nein: . Die dient nur dazu, das erworbene Branding während der Ruhephase nicht zu zerstören). Der Ofenkäse hingegen braucht noch ein wenig, bis er Betriebstemperatur erreicht hat.

Macht aber nix, es soll ja schließlich am Ende eine Punktladung werden, bei der sowohl Kartoffeln, Fleisch, Ofenkäse als auch 12 Cocktailtomaten gleichzeitig fertig sind.

Wie immer habe ich gegen Ende vergessen, eine Gesamtaufnahme von allem zu machen, bevor alles seinen letzten Gang auf die Teller antritt  :wallbash: . Vielleicht sollte ich mir diesbezüglich eine Checkliste basteln :idea: ?

Egal, hinten kackt die Ente, das Ziel wurde trotzdem erreicht: Alle mehr als satt (sogar der Hund :wink: ) und geschmacklich überaus angetan :hurra: !

Bei genauem Hinschauen kann man sogar eine beginnende „Fressnarkose“ erkennen – wenn das mal kein gutes Zeichen ist :roll: !

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